Nach drei Wochen Kapstadt ging es für uns weiter, diesmal allerdings nicht mehr nur zu zweit 🙂 Sondern mit Emi, Henni und Runa :)) und dem gemieteten Renault Kwid.



Denn es ging auf einen Roadtrip, die weltbekannte Garden Route entlang. Ca. 10 Tage hatten wir dafür Zeit und haben uns viel vorgenommen…
Pinguine, Elefanten, Höhlen, Sandboarding, Bungee-Jumping (für manche von uns) und vor allem viel leckerer Kuchen standen auf dem Programm.
Seid gespannt auf unsere Favoriten und Tipps!!
Tag 1 : Cape Town -> Boulders Beach -> Hermanus
Am 08.November ging es los : wir holten unseren Renault Kwid bei der Avis Filiale ab und packten unsere Rucksäcke, die erstaunlicherweise fast alle in den Kofferraum passten. Ein letztes Mal essen bei Pedros und schon waren wir on the road.

Unser erstes Ziel : die Pinguine am Boulders Beach. Und um dorthin zu kommen, haben wir uns natürlich die schönste Route rausgesucht! Und zwar um das Kap herum. Leider sind wir nicht ganz bis zum Kap der guten Hoffnung gekommen, da wir nicht bereit waren die 20€ Eintritt pro Person zu zahlen, aber die Fahrt an der Küste entlang allein hat sich schon gelohnt! Manch einer würde sich vielleicht einen weniger rasanten Fahrstil als Runa’s wünschen 😉 aber es ging schon.

Einen kurzen Halt beim Longbeach machten wir auch. Ein ewig langer, weißer Sandstrand. Vollkommene Ruhe.



Und dann kamen wir bei der Hauptattraktion an : die Pinguine!!! Süße, kleine, watschelige Pinguine :)) Um ganz nah an den Strand zu kommen und sich der Menge an Touristen anschließen zu können, kann man 180 Rand zahlen. Oder man macht es wie wir, und bewundert die süßen Tierchen von einem Holzweg aus, der parallel zum Strand lang geht und kommt mindestens genauso nah an sie ran :).







Auch wenn die Weiterfahrt ca. 4 Stunden dauerte, wurde uns nicht langweilig (bis auf Runa, die immer sofort einschläft…), denn es gab eindrucksvolle Landschaften zu beobachten. Und das ist das tolle an der Garden Route 🙂 Auch die Zeit im Auto fühlt sich nicht nach verlorener Zeit an, da es so viel zu sehen gibt.
Am ersten Tag führte uns die Strecke also erst steile Küstenstraßen entlang zu den Pinguinen, zu einem Streckenteil wo die Straße zwischen Düne und Meer entlang verlief, weiter vorbei an kilometer-weiten Townships, bis schließlich nach Hermanus. Hier übernachteten wir in der „Zoete Inval Travellers Lodge“.



Tag 2 : Hermanus ->Cape Agulhas/ Southernmost point of Africa
Den zweiten Tag unseres Roadtrips begannen wir mit einer Erkundungstour durch den Ort. Hermanus ist nämlich vor allem für die vielen Wale vor seiner Küste bekannt. Und so machten wir es uns zur Mission, auch einen Wal zu sehen. Bevor wir einen Wal sahen, sahen wir allerdings viele kleine Dassie Ratten.. Wer sich darunter nichts vorstellen kann : die nächsten Verwandten zum Elefanten…

Allerdings sehen sie nicht wirklich so aus, sondern erinnern eher an süße Murmeltiere! Die gibt es hier überall.
Und Wale?
Wenn man lange genug auf’s Wasser starrt, und Glück hat, dann schafft man es so wie wir, einen Wal etwas entfernt in der Bucht zu sehen. (Spoiler Alarm : coolere und mehr Wale sahen wir allerdings im Tsitsikamma Nationalpark).
Fairerweise müssen wir aber auch zugeben, dass wir leider schon am Ende der Walsaison da waren und somit Glück hatten, überhaupt einen gesehen zu haben.

Der Ort an sich ist auch ganz nett, vor allem gab es einen schönen Markt, auf dem wir die meiste Zeit verbrachten.






Und weiter ging es. Und zwar zum Cape Agulhas, auch bekannt als der südlichste Punkt von ganz Afrika!!!!
Diesmal führte uns die Strecke vor allem durch viele Felder und Hügellandschaften.


Die Fahrt dauerte ein wenig, aber nachmittags kamen wir am Cape Agulhas an und verbrachten da ca. eine Stunde am Leuchtturm, sammelten hübsche Muscheln und starrten auf das Meer und die Ferne, in dem Glauben am südlichsten Punkt des Kontinents zu sein….Allerdings wunderten wir uns schon ein wenig, dass es gar kein Schild oder sonstiges gab…






Nun ja, später am Abend stellten wir fest, dass das dort gar nicht der südlichste Punkt ist, sondern der südlichste Punkt noch ein paar Minuten weiter mit dem Auto entfernt liegt.Naja erst einmal ging es allerdings zum Hostel : Agulhas Backpackers 🙂
Für den Sonnenuntergang machten wir uns auf dem Weg zu einem alten Schiffs Wrack an der Küste und kamen unterwegs an einem Schild vorbei, auf dem stand „Southernmost point of Africa“. Da war also unser bereits gesuchtes Schild ;)) Well, letztendlich haben wir es doch dorthin geschafft!





Der Abend war super schön, da die Abendsonne alles golden färbte und der Sonnenuntergang hinter dem Schiffswrack wirklich sehr mystisch aussah! Seht selbst :



Tag 3 : Cape Agulhas -> Mosselbay
Nach dem Frühstück spazierten wir etwas am Strand entlang bis zum Hafen, in der Hoffnung dort Rochen zu sehen. Denn anscheinend soll man die dort eigentlich immer sehen, aber wir hatten wohl Pech, denn das Wasser war zu aufgewirbelt, um irgendetwas im Wasser zu sehen…Schön war der Spaziergang trotzdem :))



Und dann waren wir auch schon wieder unterwegs, ca. 300 Kilometer lagen vor uns bis wir in Mosselbay ankamen.
Auch diesmal wurden wir mit tollen Landschaften belohnt. Und das Highlight des Tages : Elefanten in den Feldern neben der Straße!!




Abends kamen wir in Mosselbay an…und das war tatsächlich der Ort, der uns um ehrlich zu sein am wenigsten gefallen hat. Vor allem in der Dämmerung sind viele dubiose Gestalten unterwegs und alles wirkte sehr ausgestorben, sehr arm und irgendwie etwas gefährlich. Und auch gab es nicht besonders viel zu sehen. Unser ganz persönlicher Eindruck von Mosselbay war dementsprechend eher schlecht und von daher würden wir von einem längeren Besuch dort auch eher abraten. Auch in unserem Hostel fühlten wir uns nicht besonders wohl. Das „Mile crunchers Backpackers“ war zwar billig, aber auch dreckig, alles war in einem battle ship grey angemalt, im Hauptraum standen Zelte, und alle Leute die dort waren, waren etwas gruselig…
Wir haben es dennoch geschafft den wahrscheinlich einzig schönen Ort dort zu finden. Ein süßes Café namens „Coffee Rostery“, wo es leckeren Kuchen gibt.





Tag 4 : Mosselbay -> Cango Caves -> Wilderness -> Knysna
Ein sehr sehr schöner und ereignisvoller Tag!
Und der frühe Vogel fängt den Wurm :)) Dementsprechend ging es für uns um kurz vor 7Uhr los mit dem Auto in’s Inland, durch die Karoo, also durch die Halbwüste. Und ein weiteres Mal waren wir begeistert von der Vielseitigkeit der südafrikanischen Landschaft.



Mit der rasenden Runa am Steuer haben wir die letzten drei Minuten Verspätung, die uns das Navi anzeigte, auch noch geschlagen und kamen rechtzeitig zur 9 Uhr Führung an den Cango Caves an. Die Cango Caves gehören zu einem der schönsten Höhlensysteme der Welt und wir können bestätigen, dass es dort wirklich tolle Stalagmiten und Stalaktiten zu bewundern gibt. Wir haben uns für die entspannte Tour und leider nicht für die Abenteurer Tour entschieden, da diese erstens teurer und zweitens nicht so geeignet für die unter uns war, die Platzangst haben.
Zum Ende der Tour wurde uns dann noch eine äußerst unterhaltsame Geschichte erzählt, wie vor ein paar Jahren eine Besucherin bei der Abenteuer Tour an der schmalsten Stelle (NUR 27cm) stecken blieb…und der Rest der Gruppe hinter hier ebenfalls gefangen war. Die Rettungsaktion erforderte das Aufschneiden der Klamotten der Frau und das Einreiben ihres kompletten Körpers mit Öl, um sie aus der Stelle entfernen zu können…Dem Ehemann war das wohl alles zu peinlich, denn er betrank sich währenddessen in der Kneipe neben an und ließ sich anschließend scheiden. Ein wohl eher unglücklich geendeter Ausflug.
Naja für uns war es ein tolles Erlebnis :)) 170 Rand kostete übrigens unsere Tour (etwas unter 10€).





Anschließend gab es für uns ein leckeres Frühstück auf der Kamel-Straußen Farm. Leckere Frühstückseier zum guten Preis und außerdem süße Kamele.




Als nächstes ging es wieder zurück durch die Halbwüste und Richtung Küste, um genau zu sein nach Wilderness. Unser erster Halt dort war ein Aussichtspunkt : „Map of Africa“, denn von dort blickt man auf ein Waldstück, dass durch einen Fluss eingegrenzt ist und die Form des afrikanischen Kontinents dadurch erhält! Für die Aussicht lohnt es sich dorthin zu fahren :))

Und da wir an diesem Tag bisher noch keinen Kuchen hatten, wurde das schnell im Ort geändert :)) Wir probierten den Karottenkuchen, den Schokokuchen und den Red Velvet Kuchen und gingen anschließend glücklich weiter zum Strand. Dieser ist wunderschön und eignet sich perfekt, um dort in die Wellen zu springen. Und die Wassertemperatur ist deutlich angenehmer als wir es aus Kapstadt gewohnt waren.





Am frühen Abend ging es weiter für uns nach Knysna, unserem Endziel für diesen Tag. Und dort ging es erst einmal auf den Knysna Friday Evening Market. Ein netter Markt mit vielen, verschiedenen Essensständen und Live Musik. Auf uns wirkte es so, als würden sich hier die Einwohner zum wöchentlichen Klatsch und Tratsch treffen. Eine sehr entspannte Atmosphäre.


Nach diesem sehr erfolgreichen Tag ging es für uns zu unserer neuen Unterkunft : das Island Vibe Knysna.
Tag 5 : Knysna -> Plettenberg Bay -> Nature’s Valley / Road 102-> Stormsriver


Den Morgen verbrachten wir erst einmal mit einem ausgiebigen Frühstück auf der sonnigen Terrasse des Hostels, denn nach einer längeren Zeit haben wir uns mal etwas anderes als Oats zum Frühstück genehmigt ;)) Stattdessen gab es leckere Avocado Toasts, Spiegeleier, Marmelade und sogar Käse – dank Henni.
Und dann ging es auf Entdeckungstour durch Knysna. An der Rezeption hieß es, dass wir in maximal 20 Minuten Fußmarsch an der Seepferdchen Insel, auch Thesens Island genannt, seien…nun 20 Minuten waren es nicht ganz, aber wir kamen an! Die Insel war bis auf die Seepferdchen sehr langweilig, da es eigentlich nur eine Gated Community für Reiche ist…und die Seepferdchen sieht man leider auch nur im Aquarium, naja.


Ein lustiger Ausflug war es dennoch, da wir einen gestrandeten Fisch trafen der hinter ein paar Fischerinnen lag. Runa stellte gleich die richtige Frage : „Excuse me, is that your fish?“ und als sie ein Nein als Antwort bekam, schmiss sie den Fisch gleich vor die Fischerinnen zurück in’s Meer.

Mit dem Auto ging es weiter, doch erst einmal nicht weit. Der Eingang zur Knysna Bucht wird von einer Engstelle mit zwei turmartigen Klippen bewacht, die „Knysna Heads“ . Von oben hat man einen schönen Blick auf die Bucht und die gegenüberliegende Küste.



Leider wurde das Wetter dann ziemlich schnell schlechter, und kaum waren wir in Plettenberg angekommen, gewitterte es. Deswegen fiel der Abstecher in den Robberg Nationalpark aus und wir setzten uns lieber in ein Café im Ort. Ihr ahnt es sicher schon 🙂 es war mal wieder Kuchenzeit.
Mit leckerem Kuchen und unserem neuen Lieblingskartenspiel „Skayo“ verbrachten wir ein paar gemütliche Stunden im Café und als der Regen aufhörte, spazierten wir noch bis nach vorne zur Küste zum „Whale watching Point“. Leider keine Wale in Sicht…


Noch etwas frustriert von dem schlechten Wetter ahnten wir nicht, wie wunderschön dieser Tag noch Enden würde. Wir folgten dem Tipp eines Mannes, den wir bei dem Viewpoint der Map of Africa getroffen hatten, und nahmen statt der langweiligen Autobahn N2 die R102 Landstraße ab Plettenberg.
Das erste Streckenstück war sehr gut ausgebaut und führte uns durch den Wald bis nach Nature’s Valley, nicht in den Ort, sondern zu einer Lagune zwischen Strand und Dschungel. Und wir waren genau zur richtigen Zeit da, denn die goldene Stunde begann :)) Und es war wirklich wunderschön! Auf der einen Seite den See mit dem Tarzan-Dschungel drum herum und zur anderen Seite den Strand und das Meer. Fotos können glaube ich besser beschreiben, wie schön es war, als ich es jetzt in Worten kann, aber es war ein Moment voller Glücksgefühle!













Da die Sonne langsam unterging, und wir noch ein Stück vor uns hatten bis zu unserem Hostel in Stormsriver, machten wir uns auf den Weg. Jetzt begann das richtige Abenteuer. Vorbei an einem „Road blocked“ Schild folgten wir weiterhin der R102, um der gebührenpflichtigen N2 zu entgehen und landeten bald MITTEN IM DSCHUNGEL. So eine Straße hatten wir noch nie gesehen….aus zwei Spuren wurde nur noch eine, da die Natur sich links und rechts die Straße zurücknahm. Wäre uns jemand entgegen gekommen, wäre es wirklich sehr sehr schwer geworden, an dem anderen Auto vorbei zu kommen. Aber kein anderes Auto kam. Es war niemand dort außer uns. Und in der Dämmerung wirkte das alles wirklich sehr sehr mystisch. Links und rechts die Lianen Bäume, die sich über die Straße rankten und so dicht und hoch waren, dass wir kaum den Himmel über uns sehen konnten. Hätte sich Tarzan auf einmal vor unser Auto gestellt, wir wären nicht überrascht gewesen. Am Straßenrand lagen umgefallenen Bäume, Felsbrocken waren auf der Straße, so dass das Fahren nicht einfach war. Zwischenzeitlich hatten wir echt Sorge, dass wir an einer Stelle einfach nicht weiterkommen und hätten umdrehen müssen…wenn das überhaupt gegangen wäre. Denn Platz zum Wenden gab es keinen…



Ca. eine halbe Stunde brauchten wir, bis wir von dieser abenteuerlichen Strecke wieder auf eine große Straße geleitet wurden.
Hungrig und erschöpft kamen wir abends in der „Dijembe Backpackers Lodge“ in Stormsriver an. Von Erzählungen und den Google Rezensionen erwarteten wir uns sehr viel von diesem Ort : eine Ziege am Lagerfeuer, ein Pferd in der Küche und einen Affen, unter anderem. Aber es scheint, als wäre dieser Ort durch Corona komplett zerstört worden. Jetzt wirkt es eher wie eine Bruchbude..an den Wänden liest man zwar Inschriften früherer, glücklicher Gäste, aber der Ort wirkte gar nicht mehr wie dort beschrieben. Sehr schade, denn wir hätten wirklich gerne das Pferd gesehen.
Strom gab es am Abend unserer Ankunft auch nicht, also gab es zum Abendessen nur Chips und Instant-noodles am Kamin.
Tag 6 : Ausflug in den Tsitsikamma Nationalpark
Auch dieser Tag startete mit einem leckeren Frühstück. Denn eine gute Sache am Hostel, die glücklicherweise nicht verloren ging, sind die Gratis Breakfast Pancakes. Auch wenn wir anfangs etwas verwirrt waren und etwas Zeit brauchten bis wir herausfanden, dass es die Pancakes nicht im Hostel, sondern in einem Café im Ort gibt, waren wir dann sehr glücklich das Café gefunden zu haben.
Mittelmäßig gestärkt, da wir uns noch mehr Pancakes gewünscht hätten, fuhren wir los zum Tsitsikamma Nationalpark. Hierfür haben wir den ganzen Tag eingeplant, sodass wir nicht den Stress hatten, abends noch zu einem anderen Hostel zu fahren.
Doch als wir uns dem Eingang in den Park näherten und die Eintrittspreise sahen, waren wir schockiert!
70 Rand für SA residents, ABER 280 Rand für internationals. Und es gab nicht einmal einen internationalen Studentenrabatt. Also blieb uns nicht anderes übrig…Drastische Zustände erfordern drastische Maßnahmen. Natürlich sehr unauffällig entfernten wir uns rückwärts fahrend wieder vom Eingang, bis man uns nicht mehr sehen konnte. Der Kofferraum wurde geöffnet und schwupps Runa war verschwunden und wir saßen nur noch zu viert im Auto :))
Auf durch die Eingangskontrolle, Eintritt bezahlt für vier Personen, schnell weiter, nach 2 Kilometern den Kofferraum geöffnet und Runa befreit. Mission accomplished :))
Und jetzt konnten wir die Natur genießen. Wir hatten uns zwei Spaziergänge rausgesucht, die wir gerne machen wollten.
Der erste war der „Waterfall Hike“ der uns, Überraschung, zu einem Wasserfall führte. Der Weg führte uns immer an der Küste entlang, teils über ein paar Felsbrocken, bis wir nach etwas mehr als einer Stunde den Wasserfall erreichten. Vor allem mit dem tollen Wetter, das wir an dem Tag hatten, machte der Spaziergang richtig Spaß, denn die Wasserfarbe sah super schön türkis aus und die Wasseroberfläche glitzerte. Und auf dem Rückweg haben wir sogar Wale gesehen, und Delfine!! Und zwar deutlich besser und mehr als in Hermanus.








Es waren ca. 3 Wale, die aus dem Wasser sprangen und miteinander spielten. Und so verbrachten wir auf dem Rückweg eine halbe Stunde damit die Wale zu bestaunen und ihnen verzaubert zuzusehen.
Der zweite Spaziergang führte einen Holzbohlen Weg entlang durch den Wald bis zur „Stormsriver Mouth Suspension Bridge“. Eine, aus zwei Teilen bestehende, Hängebrücke. Eignet sich super zum Fotos machen :))



Vor allem der zweite Spaziergang war nicht wirklich anspruchsvoll, bis auf die ganzen Treppenstufen, die wir uns wieder Hochkämpfen mussten, auf dem Rückweg. Denn aus irgend einem Grund ist die Brücke sehr sehr tief gebaut, so dass man auf dem Weg dorthin erst Treppen hochläuft, um sie dann wieder runter zu gehen und auf dem Rückweg wieder hochgehen zu müssen.
Am Nachmittag trieb uns der Hunger nach Hause, ansonsten hätten wir vermutlich noch einen weiteren kleinen Spaziergang gemacht. Der Nationalpark ist wirklich sehr schön, wenn auch die Eintrittspreise für Ausländer sehr sehr teuer sind…
Den Abend verbrachten wir, diesmal mit Strom, mit Kochen und am Lagerfeuer sitzen, zusammen mit den zwei Jungen, die sich um das Hostel kümmern. Sie haben uns viel von ihrer Heimat Malawi erzählt.
Tag 7 : Stromsriver -> Bungee Jumping -> Jeffreys Bay
Das Highlight des Tages war auf jeden Fall der Bungee Sprung. Allerdings nicht von Lennart, oder mir, sondern von Emi!!! Denn sie war so mutig und hat sich diesen Wunsch nachträglich zum Geburtstag erfüllt, und wir durften zuschauen und filmen.
Nach den Breakfast Pancakes, diesmal waren wir richtig satt, da wir nach mehr Pancakes gefragt hatten :)), fuhren wir direkt los zur höchsten Bungee Jump Brücke südlich des Äquators.
Mit der Zippline ging es für Emi und die anderen Mutigen rüber auf die Brücke und wir haben alle mit angehaltenem Atem Emi’s Sprung beobachtet und gefilmt. Cool sah es auf alle Fälle aus und die Location war auch echt super! In einer Schlucht, hinter einem das Meer, vor einem der Wald und unter einem ein Bächlein.

Nach diesem Adrenalin Kick machten wir uns wieder auf den Weg nach Jeffreys Bay, wo wir wieder in ein „Island Vibe“ Hostel gegangen sind. Und dieses Hostel können wir wirklich empfehlen – fragt Emi, nach unserem Stand ist sie immer noch dort ;)).
Das Hostel liegt nämlich auf einer Düne direkt am Strand und man hat quasi von fast überall einen Blick auf das Meer und einen direkten Strandzugang. Außerdem gibt es eine große Gartenfläche, mit Grillmöglichkeit und vielen Sitzgelegenheiten und Hängematten. Perfekt, um dort zu versacken.




So verbrachten wir auch einen entspannten Nachmittag und Abend, gingen einkaufen und kochten.
Tag 8: Sandboarding
Den Morgen genoßen wir mit unserem Frühstück und den Sonnenstrahlen auf unserer Haut, an einem Tisch mit Blick auf das Meer. Besser kann ein Tag nicht starten :))
In Jeffreys Bay kann man vor allem drei Dinge tun : Surfen, Shoppen und Sandboarden. Da wir in Kapstadt bereits ein paar Mal surfen waren, entschieden wir uns dafür, das vom Hostel aus angebotene Sandboarding auszuprobieren. Für die, die sich darunter nichts vorstellen können : Surfen auf der Düne.
Ein ehemaliger Sandboarding Star brachte uns in zwei Stunden die Basics bei und es hat uns allen echt viel Spaß gemacht – sogar Lenny, der sonst immer allzu gerne betont wie sehr er Sand HASST ;))
Natürlich sind wir auch das ein oder andere Mal hingefallen – aber das gehört ja auch dazu :))
Am meisten Spaß hat es uns gemacht, uns wie Pinguine mit dem Bauch auf das Board zu legen und dann so die Düne runter zu rasen! Aber auch zu zweit auf dem Board quasi Schlitten zu fahren, war sehr cool. Ihr seht schon, wir hatten Spaß.



Den Nachmittag verbrachten wir mit etwas Outlet Shopping und haben dabei ein paar coole T-Shirts gefunden.
Auch ein kurzer Sprung in’s kalte Wasser durfte an diesem Tag nicht fehlen und so rannten wir alle gemeinsam, diesmal wirklich alle, in’s Meer :))
Tag 9 : Addo Elephant Park
Auf jeden Fall ein Highlight unseres Roadtrips!!!
Für unseren letzten Tag zusammen, haben wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen : einen Ausflug in den Addo Elephant Park. Von Jeffreys Bay aus liegt dieser knapp 2,5 Stunden mit dem Auto entfernt, und wie wir alle wissen, fängt der frühe Vogel den Löwen ;))
Auch wenn wir genau zur Öffnungszeit des Parks um 7 Uhr da waren, waren wir wohl leider doch nicht früh genug für den Löwen.
Aber dafür für die Elefanten, Zebras, Warzenschweine, Büffel, Gnus, Straußen und all die anderen coolen Tiere, die wir dort sehen durften.
Wenn man wie wir mit dem eigenen Auto durch den Park fährt, kostet der Tageseintritt pro Person ca. 21€.
Sobald wir drin waren mussten wir nicht lange warten, bis wir die ersten Tiere sahen : Kudus.
Mit ihren gedrehten Hörnern sehen sie wirklich sehr hübsch und majestätisch aus!

Auch die ersten Elefanten ließen nicht lange auf sich warten. Eine Mutter mit ihren zwei Kleinen tranken aus einer Wasserstelle und liefen dann ganz gemächlich und total nah an uns vorbei…
Unglaublich schöne und majestätische Tiere. Und trotz ihrer Riesengröße irgendwie total süß :)) vor allem der ganz kleine, der mit seinen verhältnismäßig riesigen Ohren fast abzuheben droht..





Aussteigen darf man leider nicht, aber vermutlich ist das auch besser so, denn die Dinger sind größer als man denkt.
Vor allem wenn man bedenkt, dass auf dem Gelände auch die Löwen frei herumlaufen, ist das im Auto Sitzenbleiben keine schlechte Idee ;))
Im Verlaufe des Tages haben wir sehr sehr viele Elefanten getroffen…der Park heißt schließlich nicht ohne Grund „Addo Elephant Park“ ;)) Zu einem Zeitpunkt versammelte sich eine Riesenherde um ein Wasserloch herum. Zu dem Zeitpunkt, an dem wir kamen, war die Wasserstelle noch sehr groß. Fokussiert auf die vielen Elefanten, bekamen wir gar nicht mit, wie das Wasser immer weniger wurde, bis auf einmal kein Wassertropfen mehr übrig war.


Zu Lennart’s großer Freude trafen wir bald auf Pumba. Seit wir im Long Street Backpackers das „Warzenschwein Zimmer“ hatten, träumt er nur noch von den niedlichen Tieren…und sie sind ja auch wirklich sehr putzig.

Auch Runa’s Wunsch wurde erhört und nach einiger Zeit Fahrt durch das große Gelände des Parks in Richtung Süden, wo sich eigentlich die Löwen aufhalten sollen, trafen wir Zebras!!
An einer Wasserstelle grasten und tranken Zebra, Elefant und Warzenschwein friedlich zusammen. Ein toller Anblick.

Auch den Mistkäfer, der hier wie ein Heiligtum geschützt wird, durften wir nicht zu selten treffen. Beim Fahren gilt : Achtung! Der Käfer hat immer Vorfahrt. Genauso wie die Elefantenkacke.
In den Büschen erblickten wir immer wieder Kudus und Springböcke. Auch wachsame Erdmännchen und einen sehr schläfrigen Büffel durften wir bestaunen. In manchen Bäumen versteckten sich kleine Äffchen, die von Ast zu Ast sprangen und am Straßenrand sahen wir auch eine schnelle Schildkröte.











Es macht alleine schon Spaß durch das schöne Gelände zu fahren. Auch wenn es eingezäunt ist, hat man das Gefühl mitten in der Wildnis zu sein…wären da nicht die vielen anderen Autos. Selbst in diesem verhältnismäßig eher kleinen Park ist die Natur sehr vielfältig.
Alles in allem ein sehr erfolgreicher Tag! Glücklich und doch etwas erschöpft, machten wir uns auf dem Heimweg.
Für die Rückfahrt hatten wir einen kleinen Stopp in Port Elizabeth eingeplant, aber um ehrlich zu sein hat uns die Stadt nicht so aus den Socken gehauen. Im Gegenteil : nach ca. 20 Minuten und nachdem wir Zeugen eines halben Überfalls wurden, waren wir auch schon wieder auf dem Weg weiter in’s schöne Jeffreys Bay.
Die Pyramide auf dem Hügel mit Mosaikboden, sah aber schön aus

Tag 10 : Rückfahrt nach Cape Town
Und so schnell waren 9 tolle Tage unterwegs vorbei und es hieß Abschied nehmen von Emi, die sich dazu entschloss noch ein paar mehr Tage, (mittlerweile Wochen) in Jeffreys Bay zu bleiben :((
Für uns anderen vier ging es zurück nach Kapstadt, um den Mietwagen abzugeben. Ca.8-9 Stunden brauchten wir um die N2 zurück nach Kapstadt zu fahren und blickten auf der Autofahrt auf unsere Lieblingsmomente des Roadtrips zurück :
- Route 102 und Nature’s Valley in der Abendsonne
- Cango Caves, Kamelfarm, Wilderness und schwimmen im Meer, Knysna Friday Night Market : alles an einem Tag, das war schon besonders
- Elefanten bewundern im Addo
- der Abend am südlichsten Punkt des Kontinents mit Sonnenuntergang am Schiffs Wrack
- Tsitsikamma Park mit Walen und Delfinen
- Sonne und Strand genießen beim Sandboarding
Wie ihr seht, hatten wir wirklich viel Spaß und haben eine Menge toller Sachen erlebt!
10/10 Erfahrung : so viel in so kurzer Zeit haben wir noch nie erlebt/gemacht, das war schon cool.
